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Play Store vs. App Store – Screenshot-Unterschiede

Play Store vs. App Store – Screenshot-Unterschiede
TL;DR. Gleiche App auf iOS und Android. Die Screenshot-Regeln unterscheiden sich genug, dass das Karussell aus dem App Store einfach in den Play Store zu übernehmen nicht optimal, aber auch nicht fatal ist. Drei Unterschiede sind entscheidend: Pflichtanzahl, Flexibilität bei den Abmessungen und die Art, wie die Stores Screenshots inline darstellen. Optimiere für jeden Store separat; liefere nicht ein einziges Set für beide.

Die Versuchung bei plattformübergreifenden Apps ist groß: ein Screenshot-Set gestalten und in beiden Stores verwenden. Das funktioniert — beide Stores akzeptieren ähnliche Abmessungen — aber es verschenkt Conversion-Potenzial, weil die Stores Screenshots unterschiedlich anzeigen und verschiedene Designentscheidungen belohnen.

Pflichtanzahl

App Store: 3–10 Screenshots pro Geräteklasse pro Sprache. Apple empfiehlt 3–5.

Play Store: 2–8 Screenshots pro Sprache. Google empfiehlt 4–8.

Mit je 5 Panels im App Store und im Play Store liegst du auf beiden Seiten richtig. Der wesentliche Unterschied: Der Play Store gewichtet die ersten 2 Panels in seinen Vorschauen stärker, während der App Store die ersten 3 betont. Starte mit deinen stärksten 2 Panels im Play Store; starte mit deinen stärksten 3 im App Store.

Abmessungen und Ausrichtung

App Store (Anforderungen 2026):

  • iPhone 6.9": 1320 × 2868 (für neue Einreichungen erforderlich)
  • iPad 13": 2064 × 2752 (erforderlich, wenn die App iPad unterstützt)
  • Genaue Pixelabmessungen pro Klasse; Apple lehnt fehlerhafte Uploads ab.

Play Store:

  • Seitenverhältnis 16:9 oder 9:16, kürzeste Seite mind. 320 px, längste Seite max. 3840 px.
  • Ein Set pro Gerätetyp (Phone / 7-Zoll-Tablet / 10-Zoll-Tablet / TV / Wear).
  • Keine genauen Pixelanforderungen — jede Größe innerhalb des Bereichs funktioniert.

Der Play Store ist bei den Abmessungen deutlich flexibler. Die praktische Empfehlung: Gestalte für die native Hochformatgröße des Pixel 8 Pro (1344 × 2992), um der meistinstallierten Android-Geräteklasse zu entsprechen und Skalierungsartefakte zu vermeiden.

Wie die Stores Screenshots inline darstellen

Das ist der am meisten unterschätzte Unterschied. Die Stores zeigen deine Screenshots inline in unterschiedlichen Kontexten:

  • App Store-Suchergebnisse: Zeigt 1–3 Screenshots inline unterhalb jedes Ergebnisses. Untertitel sind sichtbar. Die Screenshot-Leiste ist eines der wichtigsten Signale für Klicks.
  • Play Store-Suchergebnisse: Zeigt App-Icon + 3–4 Zeilen Beschreibung, KEINE Screenshots. Screenshots erscheinen erst, wenn der Nutzer auf den Eintrag tippt.

Das bedeutet: App Store-Screenshots müssen sowohl für Klicks aus der Suchliste als auch für die Conversion auf der Produktseite optimiert sein. Play Store-Screenshots müssen nur für die Conversion auf der Produktseite optimiert werden — der Kampf in der Suchliste wird über Icon und Kurzbeschreibung entschieden.

Praktische Konsequenz: Im Play Store kann das erste Panel „langsamer“ sein und etwas mehr Lesezeit beanspruchen, weil die Nutzer die App bereits qualifiziert haben, wenn sie es sehen. Im App Store müssen Panel 1 und 2 in den Suchergebnissen die Hauptarbeit leisten, bevor Nutzer durchklicken.

Feature Graphic (nur Play Store)

Google verlangt eine Feature Graphic im Format 1024 × 500. Das ist kein Screenshot — es ist ein Bannerbild, das oben im Play Store-Eintrag und in bestimmten Featured-Slots angezeigt wird. Im App Store gibt es kein Äquivalent.

Überspringe die Feature Graphic nicht. Eine fehlende oder schwache Feature Graphic schadet der Conversion im Play Store spürbar — mehr als ein schwaches Panel 5. Behandle sie als eines der wichtigsten Assets.

Lokalisierung

Apple unterstützt 50 App Store-Lokalisierungen. Jede erhält ein eigenes Screenshot-Set, wenn du lokalisierst. Apples empfohlener Arbeitsablauf: gleiche Gestaltung über alle Sprachen hinweg, übersetzte Untertitel.

Google unterstützt ca. 80 Play Store-Lokalisierungen. Gleicher Ablauf: gleiche Gestaltung, übersetzte Untertitel pro Lokalisierung. Der Gesamtaufwand für die Lokalisierung ist im Play Store höher, weil mehr Lokalisierungen unterstützt werden.

Pragmatische Aufteilung: Lokalisiere iOS und Android parallel für deine 5–10 wichtigsten Lokalisierungen. Unterhalb dieser Stufe lokalisiere nur für den Store mit dem höheren Installationsvolumen für deine App.

Unterschiedliche Inhaltsregeln

  • App Store: strenger bei Drittanbieter-Markenzeichen, Preisaussagen und Marketinggrafiken, die keine App-Oberfläche zeigen. Siehe Ablehnungsgründe.
  • Play Store: großzügiger bei Marketinggrafiken — du kannst Screenshot-Inhalte freier mit Werbemotiven mischen. Google setzt jedoch strengere Regeln bei irreführenden Inhalten durch: Zeigt dein Screenshot ein Feature, muss die App es tatsächlich bieten.

In der Praxis bringt dich das Gestalten nach App Store-Regeln auch in Einklang mit den Play Store-Regeln — mit einer Ausnahme: Der Play Store akzeptiert „Lifestyle“-Panels (z. B. ein Foto einer Person, die die App nutzt) bereitwilliger als der App Store. Wenn du solche Panels hast, verwende sie nur im Play Store.

Der plattformübergreifende Arbeitsablauf, der funktioniert

  1. Gestalte zuerst das App Store-Karussell. Strengere Regeln machen das Design portierbar.
  2. Passe es für den Play Store an: Entferne oder ersetze Panels, die Apple ablehnen würde, gestalte die Feature Graphic und erwäge 1–2 zusätzliche Panels, die Googles lockerere Regeln erlauben.
  3. Lokalisiere jeden Store separat. Versuche nicht, Sprachsets store-übergreifend zu teilen; Panelanzahl und Seitenverhältnisse unterscheiden sich genug, dass die Abstraktion den Aufwand nicht lohnt.
  4. Halte die visuelle Identität konsistent. Gleiche Farbpalette, gleicher Untertitelston, gleicher Geräterahmen-Stil. Nutzer, die deine App in beiden Stores sehen, sollen sie sofort als dieselbe App erkennen.

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