App Store Connect unterstützt jetzt 50 Metadaten-Sprachen
Das betrifft nur die Listing-Seite der Sache — und lässt sich einfach beschreiben. Apples Ankündigung nannte den Zweck unumwunden: „Um deinen Apps und Spielen zu helfen, weltweit mehr Menschen zu erreichen — besonders in Indien — unterstützt App Store Connect jetzt lokalisierte Metadaten für 11 neue Sprachen.“ Das hat die unterstützten Metadaten-Lokalisierungen im App Store von 39 auf 50 gebracht.
„50 Sprachen“ ist jetzt die Zahl, die du auf Apples Seite siehst — und die Zahl, auf die Mokbi schon ausgelegt ist. Hier die vollständige Liste dessen, was hinzukam, was jede Sprache dir tatsächlich bringt, und wie du entscheidest, welche der neuen elf sich lohnen.
Die 11 neuen Sprachen
Zehn der elf zielen auf Indien ab. Zusammen decken sie die größten regionalsprachigen Märkte des Landes ab — plus, im Fall von Urdu, die Landessprache Pakistans. Slowenisch ist der Ausreißer: eine kleine europäische Locale, offenbar hinzugefügt, um die Liste abzurunden.
| Slowenisch | Slowenien | ~2,5 Mio. | Nur wenn Slowenien ein Ziel-Markt ist |
Sprecherzahlen sind Näherungswerte und mischen Muttersprachler mit Zweitsprachlern — betrachte sie als relative Größenordnung, nicht als präzisen adressierbaren Markt. Der Punkt ist die Form: zehn Zugänge im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich, einer im niedrigen Millionenbereich.
„Metadaten-Sprache“ ist nicht „App-Sprache“
Hier lohnt sich Präzision, weil die beiden oft vermischt werden. Eine Metadaten-Sprache ist eine Locale, in der du dein Listing schreiben kannst — App-Name, Untertitel, Beschreibung, Keyword-Feld, Werbetext und lokalisierte Screenshots. Das ist es, was auf 50 gestiegen ist. Es sagt nichts darüber aus, welche Sprachen die tatsächliche Oberfläche deiner App zur Laufzeit unterstützt; das regelst du separat in deinem eigenen Code und deinen Sprachdateien.
Tamil-Metadaten hinzuzufügen bedeutet also, dass ein tamilischsprachiger Käufer ein tamilisches Listing und tamilische Screenshots im Store sieht. Ob die App dann auch auf Tamil läuft, entscheidet deine App. Du kannst lokalisierte Metadaten für eine Sprache liefern, die deine UI nicht unterstützt — viele Apps tun das, besonders wenn das Nutzenversprechen unabhängig von der In-App-Sprache klar rüberkommt.
50 ist Apple, das aufholt, nicht die Obergrenze
Es ist verlockend, „50 Sprachen“ als äußere Grenze der App-Store-Lokalisierung zu lesen. Ist es aber nicht. Google Play akzeptiert lokalisierte Store-Listings in rund 80 Locales — und das schon seit Jahren. Dass Apple von 39 auf 50 geht, verkleinert eine Lücke, die auf der Play-Seite schon immer größer war, besonders bei genau diesen indischen Regionalsprachen, die Play schon unterstützte.
Für alle, die auf beide Stores ausliefern, ist das der praktische Punkt: Die Sprachen, die du für Play vielleicht schon lokalisiert hast — Tamil, Telugu, Bangla, Marathi — haben jetzt auch ein Zuhause im App Store. Der Listing-Text, den du einmal geschrieben hast, kann auf beide Seiten gehen, statt auf einer ungenutzt zu liegen.
Welche der neuen Sprachen solltest du wirklich ausfüllen?
Nicht alle elf lohnen sich für jede App. Eine bodenständige Art zu entscheiden:
- Du hast schon Installationsvolumen aus Indien. Fülle die großen Regionalsprachen aus — Telugu, Tamil, Marathi, Bangla, Kannada. Wenn indische Nutzer dich schon auf Englisch oder Hindi finden, erweitern regionalsprachige Listings die Reichweite auf Tier-2- und Tier-3-Zielgruppen, die in ihrer eigenen Sprache stöbern.
- Du willst den pakistanischen Markt. Urdu ist die einzige Ergänzung hier, die einen ganzen neuen Länder-Markt öffnet statt nur einen regionalen Ausschnitt. Wenn Pakistan auf deiner Karte steht, ist das die stärkste Wette der elf.
- Du zielst gezielt auf Slowenien. Dann füge Slowenisch hinzu. Sonst ist es Vollständigkeit um ihrer selbst willen — ein Markt mit ~2,5 Mio. Sprechern, der deine Zahlen nicht bewegt, wenn er nicht schon auf deiner Liste steht.
- Du hast keine Ambitionen in Indien oder Pakistan. Dann ändert dieses Release heute nichts für dich. Leg es zur Seite, für den Fall, dass sich das ändert.
Ein ehrlicher Vorbehalt zu den indischen Ergänzungen: Ein großer Teil der indischen App-Store-Nutzer stöbert schon lange auf Englisch oder Hindi, beide waren bereits unterstützt. Regionalsprachige Metadaten sind ein inkrementeller Zug und zahlen sich am meisten für Massenmarkt-Consumer-Apps mit vernakulärer Zielgruppe aus, weniger für Entwickler-Tools oder primär englischsprachige Produkte. Passe den Aufwand an, wen du tatsächlich erreichen willst.
Die neuen Sprachen abdecken, ohne elf manuelle Jobs
Die Reibung bei so einer Änderung liegt meist in der Arbeit, nicht in der Entscheidung. Elf neue Locales bedeuten elf weitere Versionen von Name, Untertitel, Beschreibung und Keyword-Feld zu schreiben, plus Screenshots mit übersetzten Untertiteln für jede.
Mokbi übersetzt bereits das gesamte Listing — Screenshot-Untertitel und Store-Text — in einer Runde in alle 50 App-Store-Sprachen. Wenn Apple neue Locales wie diese hinzufügt, sind sie einfach Teil derselben 50 — die elf neuen abzudecken ist also derselbe einzelne Übersetzungsdurchlauf, den du sowieso machen würdest, keine elf separaten manuellen Jobs. Du prüfst die, die für deine App relevant sind, und überspringst den Rest.
Der Workflow ist derselbe, egal ob du eine neue Sprache oder alle elf ausfüllst: Karussell und Store-Text einmal erstellen, über die 50 Sprachen übersetzen, dann exportieren, was du für App Store Connect brauchst. Die neuen indischen Sprachen laufen einfach im selben Batch mit allem anderen mit.